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Von Kleinen Traeumen

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Von kleinen Träumen

Ein kleiner Traum lief in die Ferne
Und lief sehr schnell. Ich ging ihm nach.
Er blieb mir ferner als die Sterne
Doch es war schön, was er versprach.

Er sprach von vielen zarten Veilchen
und roten Rosen vor dem Haus.
So ging ich wohl ein ganzes Weilchen
Und ach mein Traum war doch voraus.

So geht es mir an vielen Tagen.
Ein Traum ist einfach sehr speziell.
Man muss ihn immerzu nur jagen
und hinterher ist er zu schnell.

Sehnsucht

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Sehnsucht

Nur eine rote Rose welkte nie,
Sie war gar eine von den zarten Frühen.
In ihrem Herzen ruht die Melodie
Nach der die Menschen in der Liebe blühen
Und wenn die Abende am Himmel glühen
Verliebe ich mich nur in Sie.

Jedoch die Liebende ist fern von mir,
Auf sanften Briefen fliegen wir beizeiten.
In Abendstunden träume ich von ihr,
Und ihre Liebe will mich stets begleiten,
Und in den schwarzen Einsamkeiten
Erträume ich, sie wäre hier.

Von Baeumen

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von bäumen

es gab ein land mit großen träumen
wo jeder baum dem andren glich
doch stand man bald vor lauter bäumen
und jeder baum stand nur für sich.

es war die jahre kalt gewesen.
ein baum musst sein wie ein soldat
nur stiller noch, so wurd sein wesen
auch tief in seinem innern hart.

ein baum ist meistens sehr alleine
wenn er dort draußen steht und friert
denn eine bäumin gibt es keine
an die er bald sein herz verliert.

Nur Kurz

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Nur kurz

Ein kleiner Fluss lief in die Ferne
Und lief sehr schnell. Ich sah ihm nach
Und sah den Glanz verirrter Sterne
Der sich in seinen Wellen brach.

Ich stand auf einer alten Brücke.
Ein Fräulein kam und rauchte Licht.
Und als es kam, ging ich mit Krücke.
Das Fräulein aber sah mich nicht.

Am Stadtrand gähnten Fensterscheiben.
Ein buntes Blatt trieb auf dem Fluss.
Manch einer geht, nicht viele bleiben.
Und schließlich kam der letzte Kuss.

Am Meer

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Am Meer

Schau wie die Sonnenscheibe feuerfarben
Den glatten Horizont hinunterbricht
Und wie im ersten Dämmerlicht
Die Masten in die Röte ragen.

Schau wie die Möwen Freiheit tragen
Bevor das weiße Turmgesicht
Mit Licht allein die Nacht durchbricht
inmitten schwarzer Häuserchargen.

Schau wie das Holz verwittert treibt
Als Überbleibsel eines Sturms
Und schwer im Sande liegen bleibt.

Schau wie ein Mensch die Äuglein reibt
Im letzten Licht des hohen Turms
Und sehnsuchtsvoll der Liebsten schreibt.

Kontaktlinse

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Kontaktlinse

Es saßen zwei Menschen beim Rendezvous
Und aßen Kartoffeln mit Linsen.
Sie schmunzelten heimlich und immerzu
Und brachten einander zum Grinsen.

Da fiel eine Linse der Frau auf den Busen
Doch jene hatte kein Tüchlein parat
(Kein Tüchlein für dreckige Blusen)
Drum fragte sie schließlich das Männlein um Rat.

Das Männlein bestaunte ihr Dekolletee
Und küsste vom weiblichen Busen
Die Linse schnell weg. Die Frau fand’s ok.
So waren sie schließlich am Schmusen.

Ueber Das Sexleben Einer Frau

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Über das Sexleben einer Frau

Wer macht nicht am liebsten das, was ihn glücklich macht? - Die Frauen haben, ebenso wie wir Männer, ein Bedürfnis nach Liebe, Geborgenheit und Verständnis. Diese und andere Bedürfnisse zu befriedigen, ist das Hauptanliegen von uns Menschen. Wir denken und handeln generell nur, um dieses Ziel so gut wie möglich zu erreichen. Und um somit glücklich zu werden. Ein Weiser könnte gar behaupten: Wir folgen stets unserem eigenen Pfad zum unerreichbaren Glück.
Nur gestaltet sich eben dieses Ziel jeweils anders. Was die eine Person zum Glück braucht, kann die andere unglücklich machen. - Was wir für uns brauchen, um glücklich zu sein, gestaltet sich kurz gesagt überaus komplex. Es ist sowohl vom Charakter der Person abhängig, als auch von gesellschaftlichen Einflüssen und vielem mehr.
So ist es oft schlichtweg unmöglich, zu sehen, wie der andere für jeden Moment wirklich glücklich sein kann. Derart komplex ist ein jeder von uns, dass uns die Befriedigung eines einzigen Bedürfnisses auf Dauer nicht glücklich macht. Ein jeder von uns hat also das Bedürfnis nach einem gewissen Grad an Abwechslung. Eine Frau genauso wie ein Mann.
Und ebenfalls können wir schlussfolgern, dass wir im Grunde alle Egoisten sind, die nach ihrem eigenen Glück streben. Wir helfen Menschen, um selbst glücklich sein zu können. Um alle Bedürfnisse zu erfüllen, geben wir alle natürlich zu jeder Zeit unser Bestes. Denn wer von uns macht sich absichtlich unglücklich? Sie etwa?
Summa sumarum: Wir treiben durch die Welt und werden gelenkt von unseren Vorstellungen des Glücks und von der Welt, in der wir leben. Wenn man von einem Menschen also weiß, was ihn genau glücklich macht, dann kann man sein Handeln und Denken abschätzen und oftmals durchschauen.
Bestes Beispiel: Wer einen Titel sieht, der ein interessanten Einblick in das Sexleben einer Frau verspricht oder etwas absolut Witziges, denkt an seinen eigenen Vorteil. - Und außerdem: Wer von uns würde schon etwas über einen Pfad zum Glück lesen wollen...

Nebenan

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Nebenan

Jetzt brüllt beständig eine Autobahn
Jetzt thronen irgendwo zwei Werbebrüste
Wo ich vor langer Zeit mein Mädchen küsste
Und in den Himmel sticht ein roter Kran.

Und bald ein zweiter, groß und filigran,
Als wenn so mancher in den Himmel müsste.
Und immer weiter wachsen die Gerüste
Bis alles steht nach einem großen Plan.

Und ich steh einsam hinter Fensterscheiben.
Da fährt ein LKW mit grauem Sand
Und Kräne drehen sich, wo Menschen bleiben.

Und Zeiger drehen sich, weil jemand fand
Er müsse sie nun wieder weitertreiben.
Und traurig blicke ich auf eine Wand.

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